Volleyball bezeichnet eine Mannschaftssportart, die zu den sogenannten Rückschlagspielen zählt. Dies bedeutet, dass sich zwei Mannschaften mit jeweils sechs Spielern einem Spielfeld, welches durch ein Netz geteilt ist, gegenüberstehen. Der Ball, der in diesem Spiel zum Einsatz kommt und im Grunde das gesamte Spiel dominert, ist der Volleyball.
Das Ziel des Spiels besteht darin, den Volleyball ohne etwaige Hilfsmittel so über das Netz zu spielen, dass er auf dem Boden der gegnerischen Spielhälfte landet. In diesem Zuge muss natürlich jede Mannschaft verhindert, dass Gleiches dem jeweiligen Gegner gelingt. Dabei ist es einer Mannschaft gestattet, den Ball dreimal in Folge zu berühren, bis er über das Netz in das gegnerische Spielfeld zurückgespielt werden muss.
Die Mannschaftssportart „Volleyball“ hat ihren Ursprung in den Vereinigten Staaten, wird jedoch nahezu weltweit ausgeübt. Der sogenannte Volleyball-Weltverband FIVB repräsentiert genau genommen 218 unterschiedliche Nationen mit ungefähr 35 Millionen Spielern.
Ihre geschichtlichen Wurzeln hat die Sportart Volleyball in der zweiten Hälfte des Jahres 1895. Damals wurde von William G. Morgan, einem Sportdirektor des YMCA in Holyoke in Massachusetts, ein Spiel namens „Mintonette“ erfunden. Es diente lediglich als Zeitvertreib für ältere Mitglieder des Vereins. „Mintonette“ galt dabei als Alternativspiel zum sogenannten Basketball, das nur vier Jahre vor „Mintonette“ in Springfield entstand.
„Mintonette“ wies charakteristische Ähnlichkeiten aus den beiden Sportarten Tennis und Handball auf. William G. Morgan widmete sich ausschließlich seiner erfundenen Hallensportart „Mintonette“, für welche er infolgedessen eigene Regeln entwickelte und aufstellte. Diese umfassten ein 25 x 50 Feet (= 7,62m x 15,24m) großes Spielfeld und ein 6 Feet 6 Inches (= 1,98m) hohes Netz. Die Zahl der Spieler sowie die Anzahl der erlaubten Ballkontakte bzw. Ballberührungen waren unbegrenzt. Machte ein Spieler einen Fehlaufschlag, so gab es wie beim Tennis einen zweiten Versuch.
Im Rahmen einer Konferenz aller Sportdirektoren des YMCA in Springfield, die am Anfang des Jahres 1896 stattfand, wurde das Spiel „Mintonette“ vorgestellt. Dabei wurde die Änderung des Spielnamens auf „Volley Ball“ vorgeschlagen und zudem akzeptiert. Ebenso die Regeln wurden einer leichten Änderung unterzogen. So durchmachte die Sportart Volleyball eine fundierte Entwicklung – bis heute, wo sie zu den beliebtesten Sportarten überhaupt zählt. Auch der Bezug zur Lyrik hat sich langsam durchgesetzt, wobei für leidenschaftliche Fans deren Hobby in Geburtstagssprüche und Geburtstagsgedichte eingebaut wurden, die Freunde für sie schrieben. Überall erfuhr die Sportart Volleyball ihre „Behandlung“ und Erwähnung. Volleyball-Spieler, die der Sportart regelrecht verfallen waren, verfassten Zitate Liebe, in denen jedoch nicht eine Frau ihr Herz gewonnen hatte, sondern der Volleyball selbst. Die Begeisterung nahm noch nie zuvor gekannte Züge an.
In den folgenden Jahren erfolgte eine regelrechte Verbreitung der Sportart über Kanada (1900) bis hinaus in die ganze Welt. Die uns heute bekannte Sportart Volleyball wurde während des Ersten Weltkrieges von amerikanischen Soldaten in Osteuropa eingeführt und verbreitet. So entwickelte sich Volleyball zu einer sehr populären und beliebten Sportart, die ihren Einfluss bis ins 21. Jahrhundert vertreten hat. Volleyball verbreitete sich über den gesamten Kontinent, weitere Techniken und Taktiken sowie Regeln, wurden von zahlreichen europäischen Mannschaften eingeführt – u.a. das Blocken (Tschechoslowakei, 1938), das 5-1-System (UdSSR), das Baggern (Tschechoslowakei, 1938) und die Angriffe aus der hinteren Reihe (Polen, 1974).
Führende Nationen, die heutzutage im Rahmen der Sportart Volleyball herausragende Leistungen verzeichnen, sind Brasilien, Italien, China, Russland und Serbien. Schätzungen der FIVB zufolge beteiligen sich heute rund 1/6 aller Menschen weltweit als aktive Spieler bzw. begeisterte unbd euphorische Zuschauer am Volleyball.